arrows
 
omnetric
om
Home Über uns Services News Karriere Mediathek Kontakt Allgemeine Geschäftsbedingungen Datenschutzerklärung

Drei Gründe, warum man die Weiterentwicklung im Bereich Netz-Analytics erstmal aufschieben sollte

 

Drei Gründe, warum man die Weiterentwicklung im Bereich Netz-Analytics erstmal aufschieben sollte

 
 

Von Franz Winterauer

 
 
Kürzlich hatte unser jüngster Sohn einen Zahnarzttermin. Sie gaben ihm einen Zauberstab und sagten ihm, dass er damit den Behandlungsstuhl kontrollieren könne: eine hervorragende Idee, um ihn abzulenken (ich entschuldige mich bei allen Harry Potter Fans, denen ich jetzt möglicherweise ihre Illusionen genommen habe). Nach dem Zahnarztbesuch sagte uns unser Sohn, dass er gewusst habe, dass der Zauberstab in Wirklichkeit gar nicht funktionierte und dass er denke, der Zahnarzt habe versteckte Knöpfe gedrückt, um den Stuhl zu bewegen. War doch klar, als ob mein Sohn so naiv wäre! Das ist mein Kind!
Leser, die regelmäßig meinen Blog besuchen, ahnen sicher schon, dass es bei dieser Geschichte – wie immer – irgendeine Verbindung zum Thema Netz-Analytics gibt. Und richtig, hier ist sie:

Wenn ich mit Kunden in der Energieversorger-Branche über Netz-Analytics und Netzdaten spreche, führt das meist zu angeregten Diskussionen und ich merke, dass großes Interesse an diesem Thema besteht, welches kontinuierlich wächst. Aber in manchen Fällen – aber das wird zum Glück immer seltener – merke ich auch sogenanntes FUD, was so viel bedeutet wie Angst (fear), Unsicherheit (uncertainty) und Zweifel (doubt). Diese Ablehnung seitens der Kunden kann man immer in eine dieser drei Kategorien einordnen:

Kein Mehrwert.
Keine Zeit.
Kein Budget.

@Kein Mehrwert: meine Schuld (und die meiner werten Kollegen anderer Unternehmen). Wenn wir es wirklich nicht geschafft haben, Ihnen zu verdeutlichen, wo und wie Daten-Analytics Ihrem Unternehmen helfen kann, dann müssen wir unbedingt noch einmal ein Gespräch führen und dieses Mal müssen wir uns dabei mehr anstrengen und es viel besser erklären. Denn inzwischen gibt es weltweit einige gute Beispiele von anderen Unternehmen in der Branche dafür, dass Netz-Analytics wirklich „magische“ Kräfte hat – um nochmal auf den Zauberstab zurückzukommen. Dennoch kann es natürlich sein, dass Ihre Bedenken darauf begründet sind, dass zu viele große Big Data-Projekte schiefgelaufen sind. Tatsächlich wurden Millionen für große Plattformen ausgegeben, die nie ihren vorhergesagten Nutzen erbrachten. In diesem Fall würde ich (zumindest teilweise) zustimmen und Ihre Sichtweise verstehen. Aber es gibt noch Hoffnung. Heutzutage investiert niemand mehr in „Big Bang Projekte“ mit ungewissem Ausgang (oder zumindest sollte das niemand mehr tun). Es sind Methoden und Technologien verfügbar, mit denen Sie Ihre Daten schneller und einfacher analysieren können. Anstatt eines großen „Big Data Projekts“ entscheiden sich digitale Fachkräfte heute für einen schrittweisen Ansatz, bei dem jeder kleine Schritt den nächsten kleinen Schritt rechtfertigt. Also, worauf warten Sie noch? Probieren Sie es einfach aus!

@Keine Zeit: die Schuld Ihres Vorgesetzten. Das passiert meistens, wenn Ihr Boss in der Business Class fliegt und dabei in irgendeinem Management Magazin über die strategische Wichtigkeit von Big Data liest. Sobald er oder sie gelandet ist, wird er/sie Sie anrufen, um Ihnen mitzuteilen, dass er/sie ebenfalls eine Big Data Strategie benötigt und zwar am besten gleich morgen früh. Informationen zu Budget, Aufwand oder Umfang werden Sie dabei nicht erhalten, sondern nur die Erwartung, dass keine Unterbrechungen im Tagesgeschäft auftreten und dass die Präsentation selbstverständlich bei der Vorstandssitzung nächste Woche richtig einschlagen muss. Ich nenne das manchmal auch „die Träumerei des CXO“. Wie ich bereits erwähnt habe, ist es unabdingbar, dass Sie (und Ihr Vorgesetzter) sich WIRKLICH mit dem Thema beschäftigen, wenn Sie mit Analytics erfolgreich sein wollen. Hier ist ein Link für Ihren CXO, warum und wie er/sie sich mit dem Thema beschäftigen sollte.

@Kein Budget: Ihre Schuld. Warum? Ich gebe jetzt mal ein sehr gewagtes Statement ab. Analytics ist unnötig und deshalb sind Kosten auch die falsche Bewertungsgrundlage. Wie bitte? Ja, genau, lesen Sie es noch einmal! Ich meine das wirklich so! Viele Systeme sind wirklich unabdingbare, entscheidende Anwendungen, die dafür benötigt werden, um unterschiedliche Teile des modernen Netzbetriebs abzudecken, wie beispielsweise SCADA/DMS, MDMS, GIS, WFMS, usw. Ich gehe davon aus, dass Sie diese Systeme bereits mithilfe von mühevollen Ausschreibungsprozessen gekauft haben und dabei auf das beste Preis-/Leistungsverhältnis geachtet haben. Aber Analytics? Naja, das Licht brennt auch ohne sie. Sie sind nicht unbedingt notwendig. Und deshalb sollte es nie darum gehen, was es kostet, sondern vielmehr welchen Wert es liefert. Kein Wert, keine Analytics. Punkt.
Also, wenn Sie einer Ihrer CXOs das nächste Mal fragt, was Analytics kosten, dann sagen Sie ihm: „Nichts“. Während Ihr CFO wahrscheinlich begeistert von dieser Antwort sein wird, könnte Ihr CTO oder CIO noch ein paar Fragen dazu haben. Zum Glück gibt es immer mehr Beweise dafür, um ihnen zu zeigen, dass es bei Analytics um datenbasierte Entscheidungen geht, die zu klaren Geschäftsergebnissen führen und einen messbaren ROI liefern. Und auch wenn es irgendwann zu dem Punkt kommt, an dem eine beträchtliche Investition erforderlich ist, dann werden Sie feststellen, dass es genügend Partner gibt, die bereit sind, das Risiko und die Erträge von Analytics-Projekten mit Ihnen zu teilen, sodass sich die Investitionen im Vorfeld reduzieren. Also noch einmal: Warten Sie nicht länger. Legen Sie jetzt los.

Und früher oder später, wenn die Analytics ihr volles Potenzial entfalten und dem Unternehmen in unterschiedlichen Bereichen einen Mehrwert liefern, dann wird das Unnötige vielleicht, ja ganz vielleicht, plötzlich doch notwendig. Auf diesen Zeitpunkt freue ich mich heute schon!

Wenn Sie nun immer noch nicht überzeugt sind, dass Sie Analytics eine Chance geben sollten und meine Bemühungen, die Dinge gemeinsam zum Laufen zu bringen, weiterhin ablehnen, dann verspreche ich Ihnen, dass ich Ihre wertvolle Zeit nicht weiter in Anspruch nehmen werde (nachdem Sie diesen Blog gelesen haben). Aber es könnte sein, dass ich mich mal mit Ihren Kollegen unterhalte, die „offener“ oder neugieriger sind. Und vielleicht sehen Sie dann, wie einer Ihrer Kollegen und ich hervorragende Ergebnisse erzielen und bei Ihrem Senior Management plötzlich wirklich hoch im Kurs stehen. Und behaupten Sie dann nicht, ich hätte es Ihnen nicht gesagt.

PS: Um nochmal kurz auf meinen Sohn zurück zu kommen: Als ich ihn am nächsten Tag gefragt habe, wie er auf die Idee mit den versteckten Knöpfen kam, sagte er mir, dass er den Zauberstab vier Mal ausprobiert habe, aber dass er einfach nicht funktionierte. Danach hat er eine neue Theorie entwickelt ;-)
Ja, manchmal muss man es wirklich ausprobieren, um es ganz genau zu wissen.

 
 

Der OMNETRIC Blog


 
Services

kontakt >
© 2019 OMNETRIC. All Rights Reserved.

Wir verwenden Cookies, um unsere Webseite für Sie möglichst benutzerfreundlich zu gestalten. Wenn Sie fortfahren, nehmen wir an, dass Sie mit der Verwendung von Cookies auf unserer Webseite einverstanden sind. Mehr erfahren
OK