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Überwinden der Umsetzungshindernisse

 

Überwinden der Umsetzungshindernisse

 
 

Von Pim Spierenburg

 
 
„Think big. Start small. Scale fast“ (zu Deutsch „Große Ziele. Klein anfangen. Schnell skalieren“), war das Thema des diesjährigen IDC Utilities Executive Summit. Es ist gut möglich, dass Sie diesen Ratschlag schon mal gehört haben. Wir als „alte Hasen in der Beratung“ für das intelligente Stromnetz haben beide diesen Ansatz vorgeschlagen. Jedoch wollten Roberta Bigliani und ihr Team das eher als Frage formulieren, anstatt es als Ratschlag auszulegen. Warum? Denn vieles, was wir in den letzten vier Jahren auf den Gipfeltreffen und bei anderen Gelegenheiten in Europa diskutiert haben – dezentrale Erzeugung, Energieanhäufung, Energiehandel – ist möglich und offensichtlich, aber nicht in dem Ausmaß, wie wir es erwartet hätten. Wo stehen wir bei der Skalierung?

IDC stellte dies beim Publikum zur Diskussion. In weiser Voraussicht haben sie „Regulierung als Hemmnis“ bereits von den möglichen Antworten ausgenommen. Während die Regulierung noch einiges tun muss, um die Transformation zu unterstützen, wäre es doch zu einfach, alle anderen Probleme auf die Regulierung zu schieben. 

Im OMNETRIC Workshop haben wir uns näher mit der Skalierungsherausforderung beschäftigt, wobei wir mit einem Aspekt der Netzmodernisierung begannen, an denen viele von uns in Europa bereits gearbeitet haben oder den viele schon längere Zeit beobachtet haben: Smart Metering. Smart Metering hatte seine Anfänge in den 1990er Jahren, um die Kosten der industriellen Zählerauslesung und des Außendienstes zu senken. In den letzten 15 Jahren war es dann Teil einer Regulierungsstrategie, um Energieeffizienzanreize als günstigere Alternative zu Investitionen in Kraftwerke zu erschließen. Es entwickelte sich außerdem zu einer informationsbasierten „Verhaltenslösung“, die kosteneffizient und kundenfreundlich ist. Allerdings handelte es sich dabei um eine Entwicklung, die drei Jahrzehnte benötigte und somit keine schnelle Skalierung ermöglichte. Die größte Hürde dabei war möglicherweise ein schwacher Plan, der die Anwendungsfälle nicht priorisierte und den kompletten Wert nicht aufdecken konnte. Smart Metering 3.0 ist gerade im Kommen und dieses Mal evaluieren Versorgungsunternehmen ganz genau die Vorteile einer Intelligenz, die nahezu in Echtzeit am Rande des Netzes eingesetzt wird. Wir glauben, dass die Implementierung dieses Mal sehr viel schneller von statten gehen wird und eine stärkere Skalierung fördert, da dies neue Services für Kunden liefert.

Wenn es um die DER-Integration geht, ziehen wir VPP und Microgrids in Betracht. Bei OMNETRIC verfügen wir durch die Zusammenarbeit mit Siemens in Europa und den USA über Erfahrung in der Implementierung beider Lösungen. Aber diese Beispiele bleiben weiterhin eher die Ausnahme als Marktstandard. Was die Skalierungshindernisse angeht, die von IDC zur Auswahl standen, stimmen wir zu, dass Innovation, die in Silos stattfindet, weiterhin bei vielen Energieversorgern verbreitet ist. Zu oft werden Erfolge unter Verschluss gehalten und werden nicht mit anderen geteilt. Unserer Erfahrung nach behindert allerdings auch die Komplexität, verschiedene Stakeholder – Versorgungsunternehmen, Städte, Aggregatoren, Dienstleister, Bürger – zusammenzubringen, um diese Projekte zu realisieren, die Skalierbarkeit. Wir müssen zukünftig alle auf andere Art und Weise zusammenarbeiten, um Aufträge dieser Größenordnung in diesem Bereich besser umzusetzen.

Tatsächlich ist es ausschlaggebend, innerhalb der Ökosysteme besser zusammenzuarbeiten, aber auch zwischen Versorgungsunternehmen muss die Kollaboration verbessert werden. Wir haben über die Begeisterung für CryptoKitties von letztem Jahr gesprochen: Zu Beginn war es lediglich ein spielerisches Experiment unausgereifter Blockchain-Technology, was sich dazu entwickelt hat, dass einzigartige, digitale Katzen innerhalb einer Community in einem verteilten Netzwerk gehandelt werden. Die Begeisterung ging viral. Die gesamte Ethereum-Blockchain lief Gefahr, zum Erliegen zu kommen. Wir erklärten, wie Entwickler von konkurrierenden Anwendungen den Systemstau innerhalb einer Woche gemeinsam lösten, ohne die Lösung zu skalieren, wodurch sie sowohl die Technologie als auch das Geschäftsmodell retten konnten. Für diejenigen, die in die CryptoKitties-Herausforderung involviert waren, zeigte das, dass es keine Verlierer gibt solange das System nicht stagniert. Und das ist sicherlich ein Anreiz für die Zusammenarbeit.

So, wie sieht es mit der Skalierung aus? Unserer Meinung nach ändert die Tatsache, dass diese Transformation digital ausgerichtet ist, nicht die Fokussierung auf den Mehrwert. Es ist tatsächlich ausschlaggebend, den Wert durch Anwendungsfälle offenzulegen, aber diese sollten Teil der Reise zum Endzustand sein und keine Ad-Hoc-Pilotprojekte. Und Zusammenarbeit. Zusammenarbeit zwischen Abteilungen, in der Wertschöfungskette und im gesamten Ökosystem. Vielleicht sollte unser Rat zukünftig eher lauten: „Target value. Collaborate widely. And scale will come.“ (zu Deutsch: Wertefokus. Übergreifende Zusammenarbeit. Und die Skalierung kommt von selbst.) 

 
 

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